Kompressoren und der Strafzoll
Seit heute wandert es wieder durch die Presse – anscheinlich hat eine Deutsche Firma bewusst Zollpapiere gefälscht und Ware umdeklariert um den Strafzoll zu hintergehen. Diese Praxis ist jedoch nicht unüblich und ich persönlich gehe davon aus, dass auf diesem Weg Steuerhinterziehung in Millionenhöhe erfolgt.
Im bekannten Fall wurde bei 760 Kompressoren der Strafzoll in Höhe von 77% umgangen, indem aus dem Kompressor ein anderes Produkt gemacht wurde. Bei einem Einkaufspreis von 50 Euro pro Stück kommen so leicht 38,50 Euro Gebühren zusammen – auf die Menge gerechnet dann knapp 25000,00 Euro. Bei einem Einkaufswert von 100 Euro / Stück verdoppelt sich diese Summe.
Strafzölle werden auf viele Produkte unserer Branche erhoben, da diese in China durch massive Unterstützung des Staates hergestellt werden und das nur zu einem Zweck : Die wenigen Hersteller in Europa solange unter Druck zu setzen, biss Sie Ihre Produktion einstellen. Subventionierung zum Zweck den lästigen Wettbewerber aus dem Geschäft zu drängen.
Daher sind Strafzölle auf solche Produkte notwendig. Natürlich müssen wir so für bestimmte Waren 70% mehr bezahlen, aber langfristig sichert es Arbeitsplätze und auch den Wettbewerb. Ohne den Strafzoll würden binnen 3-4 Jahren die Firmen in Europa Ihre Produktion einstellen, Arbeitslosenzahlen steigen und nach der Marktbereinigung würden die Produkte dann auch teurer werden, da ja keine Alternativen mehr auf dem Markt sind, die den Preiskampf befeuern könnten.
Von mir aus könnten auf den Produkten auch 200 oder 2000% Strafzoll sein. Dann hätten wir endlich wieder Produkte Made in Germany, Jobs die Geld bringen und nicht mehr zig Produkte die nicht mal den ersten Einsatz überleben.
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Was soll man schon machen? Die Zukunft liegt in China… über ein Milliarde Menschen….
Anmerkung Admin :
Und das sagt ein Werkzeughändler, der Chinaware importiert und ein Exportbüro in China betreibt - Wenn die Zukunft in China läge, würden Sie doch Waren von hier dorthin exportieren und nicht andersherum, oder sehen Sie die Zukunft der Milliarde eher in der Ausbeutung von Arbeitskraft ?
Den Link zum Onlineshop für chinesische Werkzeuge habe ich aus moralischen gründen dann mal entfernt - auch zum Schutz der wenigen noch aktiven deutschen Hersteller.
Comment: werkzeugbedarf24 – 27. Oktober 2010 @ 10:21 pm
Junge Junge von China könnte ich auch ein Lied singen, wir haben Anfangs immer einiges an Werkzeug aus dem Reich der Mitte (bei Gelegenheit mal nachsehen woher der Name stammt) importiert. Von Gerüstbauratschen die in beiden Richtungen drehen und zwar ohne dass die Laufrichtung umgeschaltet wurde bis hin zu Kupferhämmern aus Messing haben wir da so ziemlich alles erlebt. Wirklich schade ist, dass es inzwischen Werkzeug gibt welches schlichtweg nicht mehr in Deutschland einzukaufen ist, da es hier nicht mehr produziert wird. Naja mal sehen wohin die Entwicklung geht.
Comment: Werkzeug Shop – 07. November 2010 @ 3:59 pm
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Kommentar Admin :
Was jetzt Ihre Schrauben mit unserem Artikel zu schaffen haben bleibt wohl ein Geheimnis. Den Link haben wir daher entfernt. In der Schule gibt es für sowas eine 6 - weil Thema verfehlt.
Comment: JPfOHG – 07. Dezember 2010 @ 4:05 pm
Ich kann mich dem admin nur anschließen, Billigware aus China etc. macht unseren Markt kaputt. Leider wird das Made in germany immer mehr durch eine Geiz ist Geil Mentalität ersetzt!
Comment: Horst – 08. Dezember 2010 @ 11:39 am
naja, du musst das auch mal so sehen, dass dadurch auch wieder arbeitsplätze geschaffen werden und das nicht zu knapp.
Comment: Stefan – 24. Januar 2011 @ 11:14 am