Noch immer beherrscht das Thema der weltweiten Krise die Medien. Neben der Schwarzmalerei finden sich kaum wirkliche Lichtblicke, da sich die Berichterstattung oftmals um die in Not geratenen Unternehmen dreht und welche Schritte – oder besser welcher Geldbetrag – aufgewendet werden müssen um diese Unternehmen zu stützen.
Aus unserer eigenen Sicht ergibt sich jedoch ein etwas anderes Bild. Das abgelaufene Jahr war für unser Unternehmen äußerst positiv, auch wenn die großen Aufträge spürbar eingebrochen sind, so wurde im unteren Preisbereich jedoch mehr eingekauft als jemals zuvor. Die Erklärung dafür ist auch recht logisch, denn anstatt einen Tischler zu holen um einen Zaun zu reparieren, was leicht über 1000 Euro kosten kann, kauft man sich lieber eine kleine Tischkreissäge für die Hälfte und erledigt die Arbeit selbst.
Problematisch wurde die Lage an einer eher unerwarteten Stelle. Viele Hersteller / Geschäftsführer oder Konzernlenker haben Ihre Zukunft so düster gemalt, dass entweder die Produktion oder Importquote deutlich gesenkt wurde, oder dass sofort Kurzarbeit eingereicht wurde. Gelegentlich wurde auch beides gleichzeitig in Angriff genommen – doppelter Schutz sozusagen. Auf jeden Fall sind beides sehr effektive Mittel um Geld zu sparen und sich das Geschäft zu ruinieren.
Auf die oben angesprochene steigende Nachfrage im günstigen Maschinenbereich war somit keiner unserer Zulieferer vorbereitet und schon ab Jahresmitte gab es die ersten Lieferprobleme die bis zum heutigen Tag anhalten. Wenn also Hersteller oder Importeure für Werkzeugmaschinen über Umsatzrückgänge klagen, dann ist dieses meistens auf massive Fehler im eigenen Unternehmen zurückzuführen weil man sich selbst soweit geknebelt hat, dass auch 1 Jahr nach Einleitung dieser Schritte von Normalität keine Rede sein kann.
Deutsche Unternehmen schaufeln sich – unter Beihilfe der Regierung – Ihr eigenes Grab. Gestärkt aus der Krise hervorgehen werden wohl nur die wenigsten Unternehmen weil oftmals die Weitsicht fehlt und Kostenreduzierung einen so hohen Stellenwert einnimmt, dass andere wichtige Aspekte gar nicht mehr wahrgenommen werden.
Während die meisten also versuchen den Lagerbestand zu minimieren haben wir kräftig investiert und unsere Lager aufgefüllt. Auch ein guter Weg der Inflation zu entgehen, denn Werkzeugmaschinen wie Bandsägen, Biegemaschinen, Drehbänke und andere Dinge bleiben preisstabil. Doch auch dieser Schritt hat sich für uns nur bedingt ausgezahlt, weil natürlich nie alle Maschinen die nachgefragt werden auch vorhanden sein können. Sicherlich haben wir bei 30% unseres Sortiments noch liefern können, während andere schon die Hand gehoben haben – geblieben sind aber auch hier 70% Maschinen die nicht verkauft wurden, weil Sie einfach nicht kurzfristig geliefert werden konnten. Für uns steht daher auf jeden Fall eines fest : Wenn es Umsatzrückgänge gibt, dann sind diese oftmals hausgemacht, denn wenn aus Kostengründen alles heruntergefahren wird, kann auch nichts mehr verkauft werden.
Uns steht also auch im neuen Jahr eine Menge Arbeit bevor um die Fehlplanungen anderer auszugleichen und im Preissegment bis 1500 Euro so gut zu planen, dass möglichst alle Werkzeugmaschinen ab Lager verfügbar sind.
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