China als Maschinen und CO2 Lieferant

Freitag, 19. Juni 2009 von admin

Maschinen und CO2 aus China

Nun ist es amtlich : China ist zum größten Co2 Produzenten unseres Planeten aufgestiegen und wird diese Stellung in den kommenden Jahren noch weiter ausbauen. Toll oder ?

Der Grund dafür ist die hohe Exportquote von Waren die dort produziert werden. Um auch diesen Wert weiter steigern zu können fordert China nun, dass die Abnehmerländer sich an den Kosten für die Beseitigung der Umweltschäden beteiligen, denn immerhin ist es ja Ihre Schuld, dass diese überhaupt entstehen…

Mir wird jetzt schon Angst und Bange wenn ich an die vermeintlichen Ökoidioten und Politiker in unserem Land denke, die diesen Unsinn auch noch als richtig und wichtig verkaufen wollen und den Bedingungen der Chinesen zustimmen werden.

Fangen wir doch mal vorne an : Warum stellt – um beim Thema zu bleiben mit dem ich mich täglich beruflich beschäftige – denn in Deutschland keine Firma mehr Maschinen im unteren und mittleren Preissegment her ?. Warum kommen den 99 von 100 verkauften Akkuschraubern derzeit aus China ?

Mit Sicherheit weil neben den hohen Lohnkosten, den hohen Energiekosten, den hohen Steuerabgaben auch die völlig überzogenen Umweltauflagen Ihren Teil dazu beigetragen haben Deutschland und mittlerweile auch Europa so zu gestalten, dass keine wirtschaftliche Produktion mehr möglich ist.

Das soll nicht heißen, dass ich dafür eintrete wieder die Flüsse zu vergiften um hunderttausende Arbeitsplätze zurückzuholen, aber es soll einmal deutlich machen, dass es benennbare Auslöser gibt die dazu geführt haben dass in unserem Land gewisse Dinge nicht mehr produziert werden (können).

Wir haben also Arbeitsplätze verloren, weil unsere auflagen wie produziert werden darf gestiegen sind. Wir haben aber auch Arbeitsplätze verloren, weil einige Auflagen einfach übertrieben sind.

Was jetzt Seitens China gefordert wird ist die Legitimation die Umwelt auch weiterhin verschmutzen zu dürfen – die Beseitigung der Schäden sollen die Käufer (also Du und ich mit Ihrem Steuergeld) tragen.

Da habe ich einen passenden Gegenvorschlag : auf jedes aus China eingeführte Produkt wird ein CO2 Strafzoll eingeführt, damit in Europa der Klimaschutz soweit ausgebaut werden kann um die in China verursachten Schäden aufzufangen. Ohje…. dann lohnt es sich nicht mehr Waren aus China über die Weltmeere zu verschiffen – Umso besser. In einem solchen Fall finden sich mit Sicherheit genügend Betriebe die endlich wieder eine Chance sehen zu Wettbewerbsfähigen Preisen Maschinen zu produzieren und im gleichen Atemzug sichere Arbeitsplätze zu schaffen.

Deutschland hat im letzten Jahr für fast 60 Milliarden Euro Waren aus China importiert. Turnschuhe für 2 Euro Fertigungskosten mit Blei oder Quecksilberverunreinigungen die nicht nur dort die Flüsse vergiften, sondern auch die deutschen Träger, Kinderspielzeug mit giften Farben für ein paar cent Herstellungskosten an denen Kleinkinder nuckeln oder Maschinen die für wenige Euros hergestellt werden und bei denen man immer betonen muss, dass diese nicht für den gewerblichen Einsatz geeignet sind.

Es bleibt zu hoffen, dass unsere Politik China die rote Karte zeigt und der europäischen Wirtschaft die Möglichkeit gibt wieder dort zu produzieren wo auch der Verbraucher sitzt – und zwar so, dass die Umwelt schon beim ersten Schritt der Produktion geschützt wird – weil nach unseren Umweltauflagen (die zu den strengsten Weltweit gehören) gefertigt wird.

Aber so wie ich Politiker und Umweltverbände kenne wird es wohl darauf hinauslaufen, dass man jährliche Überweisungen in Richtung Asien absenden wird und die letzte Chance verpasst wirkliche Änderungen herbeizuführen.

Umweltschutz fängt dort an, wo man die Kontrolle hat unter welchen Voraussetzungen Güter hergestellt wird. Umweltschutz hört genau an dem Punkt auf, wo man die Kontrolle über die Herstellung von Gütern verliert. Auf den Punkt gebracht : Durch zu hohe Auflagen wurde im ersten Schritt die Fertigung im eigenen Land stillgelegt um dann Gelder dafür zu zahlen dass in einem anderen Land bei der Herstellung der gleichen Ware die Umwelt zu 100% oder 1000% stärker belastet wird.

Herzlichen Glückwunsch an die Umweltschützer aller Coleur. Was Ihr eigentlich die letzten Jahre gemacht habt ist die Weichenstellung für noch größere Umweltsünden zu legen. Aber im Marketing hats immerhin geklappt : Der deutsche fühlt sich als Umweltsünder und zahlt daher gerne seinen Teil dazu damit andere die Erde ruinieren.

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1 Kommentar »

  1. Ich denke hier muß ein Umdenken stattfinden was die Qualität eines Produkts betrifft. Qualität bedeutet eben auch die Art und Weise wie und wo ein Produkt hergestellt wird. Leider kann der Verbraucher meistens nur auf die Aussagen des Anbieters vertrauen und selten nachprüfen wie ein Produkt oder Komponenten eines Produkts hergestellt wurden. Ein CE oder Tüv Siegel gibt darüber auch keine Auskunft.

    Comment: B&E – 08. Dezember 2009 @ 6:51 pm

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